Smartphones werden immer reparierbarer – auch auf Oekotopten.lu

  • By camille.muller
  • Publiziert vor 4 Monaten

Smartphones werden immer reparierbarer – auch auf Oekotopten.lu

Seit nun bereits zwei Jahren bietet Oekotopten.lu Verbraucher:innen mit seinem Ratgeber und seiner Liste über die Smartphones, die sich am einfachsten reparieren lassen, Orientierung für einen nachhaltigeren Handykonsum. Anlässlich des internationalen Reparaturtages am 21. Oktober wurden sie um die neuesten Modelle und Trends ergänzt und die Anforderungen erhöht.

Die gute Nachricht vorneweg: Die bevorstehenden strengeren EU-Regeln zeigen bereits Wirkung. So sind die neuesten Smartphone-Modelle vieler Hersteller ihren Vorgängern in punkto Reparierbarkeit überlegen. Zwar handelt es sich gerade bei Marktführern wie Apple und Samsung eher um kleine Schritte als um Riesensprünge, aber der Trend lässt sich nicht mehr verleugnen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Smartphones auf dem Markt, die sich besser reparieren lassen als noch vor wenigen Jahren. Deswegen zeigt Oekotopten.lu jetzt nur noch Smartphones an, die auf dem französischen Reparaturindex mindestens 7,5 (von 10) vorweisen können. Verbraucher:innen haben derzeit die Wahl zwischen etwa 50 Modellen (Stand Ende Oktober). Ganz vorne liegen weiter die Hersteller Fairphone und Crosscall (auf den Außenbereich spezialisiert). Gespannt darf man auch auf die neuen modularen und angeblich bruchsicheren Nokia-Smartphones sein, die demnächst auf den Markt kommen sollen.

Strengere Regeln für eine längere Lebensdauer von Smartphones

Am 25. Juni 2025 tritt für Smartphones und Tablets die so genannte „EU-Ökodesign-Verordnung“ in Kraft, welche die Reparierbarkeit verbessern und somit auch die Lebensdauer der Geräte verlängern soll. Mit Einführung dieser neuen Verordnung ist auch ein überarbeitetes EU-Energielabel geplant, welches Verbraucher:innen verschiedene technische Informationen auf einen Blick liefert: nicht nur zur Reparierbarkeit, sondern auch zur Mindestanzahl an Ladezyklen des Akkus, der Staub- und Wasserschutzklasse, der Bruchsicherheit und natürlich der Energieklasse. Die Verordnung verpflichtet die Hersteller, kritische Ersatzteile innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen zu liefern – und dies bis sieben Jahre nach Verkauf des Modells.

Die Reparierbarkeit soll auf einer Skala von A bis E angegeben werden. Details des neuen EU-Reparaturlabels werden derzeit ausgearbeitet (teils auf Basis des französischen Index).


Immer mehr Handys – brauchen wir das?

Die EU reagiert mit der Verordnung auf die Tatsache, dass der Berg an entsorgten Handys rasant wächst und ihr Lebenszyklus immer kürzer wird. Dies auch bei uns:

2021 benutzten 90% der Einwohner:innen Luxemburgs ein Smartphone, um online zu sein. Aus statistischer Sicht erhält die Hälfte aller Jugendlichen ihr erstes Smartphone mit dem 12. Lebensjahr, dies wohl nicht zufällig, wenn Sie von der Grundschule ins Gymnasium wechseln. Eine weitere Statistik zeigt, dass 43% der Einwohner ihr Smartphone alle 3 Jahre gegen ein neues Modell wechseln. Die Geräte könnten technisch gesehen weitaus länger im Gebrauch bleiben, doch nur 13% der Verbraucher benutzen ihr Smartphone laut Statec mehr als fünf Jahre. Neben dem Konsumverhalten liegt dies auch an der zeitlich begrenzten Unterstützung des Betriebssystems sowie der schlechten Reparierbarkeit, die auf Grund des hohen technischen Aufwands sich allzu oft als unverhältnismäßig kostspielig erweist.

source : Statec ; enquête TIC 2021 *

Der Konsum wird durch attraktive Angebote der Anbieter und immer neue Modelle der Hersteller kräftig angefeuert. Keine andere Produktkategorie auf Oekotopten.lu unterliegt einer so schnellen Entwicklung wie die der Smartphones. Denn um den Konsumenten regelmäßig zum Neukauf zu verführen, probieren die Hersteller sowohl ihre Konkurrenten als auch sich selbst immer wieder mit (zumindest scheinbar) neuen Funktionen und Features zu toppen. Immer schnelleres Internet, höhere Auflösung für Bilder und Gaming, bis zum faltbaren Smartphone mit doppelt so großem Bildschirm, sorgen für Abwechslung. Um den neuen Trends dennoch Rechnung zu tragen, wurde die Smartphone-Liste auf Oekotopten.lu um zusätzliche Informationen ergänzt. In der Produktliste finden sich jetzt auch Angaben zuKapazität des Akkus, Auflösung der Kameras (für Foto und Video) und IP-Schutzklasse des Smartphone-Gehäuses. Die Schutzklasse zeigt an, wie resistent das Handy gegenüber dem Eindringen von Fremdkörpern/Staub und Feuchtigkeit bzw. Wasser ist. Eine hohe Schutzklasse dürfte damit zu einer längeren Nutzbarkeit des Gerätes beitragen.

Verbraucher:innen sollten sich jedoch die die Frage stellen, ob sie wirklich ein neues Handy benötigen. Solange das Smartphone intakt ist, eventuelle Schäden reparierbar sind, das Betriebssystem nicht überholt ist und sich aktualisieren lässt, müsste doch eigentlich kein neues Gerät her, oder etwa doch?! Denn letztlich macht nur eine (viel) längere Nutzungsdauer unseren Handykonsum nachhaltiger.

Aus diesem Grund finden Verbraucher:innen auf Oektopten.lu ebenfalls einen Ratgeber mit Tipps zu Pflege und Wartung.



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* https://statistiques.public.lu/dam-assets/catalogu...


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