Energiesparend kochen! Klimaschonend den Kochlöffel schwingen

Energiesparend kochen

Schwingen auch Sie klimaschonend den Kochlöffel!

In einem durchschnittlichen Haushalt gehen knapp zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs auf das Konto von Kochen und Backen. Je nachdem wie und wie oft der Kochlöffel in den Einsatz kommt und welcher Typ von Herd im Gebrauch ist, ändert sich natürlich dieser Wert. Mit dem benutzen des richtigen Kochherdes kann man größere Energieeinsparungen erreichen – doch auch kleine Helfer wie Toaster oder vorrausschauendes Kochen mit Resthitze kann helfen jede Menge Energie einzusparen.

Der Herd ist das Alltagsgerät schlechthin. In dieser Gerätekategorie gibt es punkto Stromverbrauch die meisten Unterschiede. Alte Gusseisenkochfelder verbrauchen 20 Prozent mehr Energie als Glaskeramik-Kochfelder, und diese benötigen wiederum bis zu 20 Prozent mehr Energie als Induktionsherde. Der Unterschied zwischen Gusseisenfeld und Induktionsplatte ist daher beachtlich und beträgt über 40%.


Der Einfluss des Energiesparens bei Kochtopf & Co

Beachten Sie beim Einkauf neuer Töpfe und Pfannen, dass das Material und der Aufbau der Böden entscheidend für schnelles Erhitzen und längeres Warmhalten sind. Töpfe mit einer gut leitenden Bodenschicht, wie z. B. einer Aluminiumschicht, sorgen für eine gute Wärmeübertragung von der Hitzequelle zum Topf und helfen so, Energieverluste zu vermeiden.

Soll eine Bratpfanne für schnelles Braten geeignet sein, wählen Sie schnell hitzeleitende Böden, die allerdings dafür keine gute Hitzespeicherung besitzen. Soll der Kochtopf das zubereitete Essen länger warmhalten als nur die eigentliche Kochzeit, wählen Sie Sandwichböden (auch wenn Diese am Anfang der Kochzeit wiederum etwas mehr Energie und Zeit benötigen). Die isolierende Eigenschaft der Wand der Töpfe spielt hier natürlich auch eine Rolle.


Beim Stromverbrauch liegt die größte Energieeinsparung jedoch beim Kochen,

Braten und Backen selbst.

Achten Sie auf die Größe des benötigten Kochfeldes! Ist der Topf ein bis zwei Zentimeter kleiner als die Herdplatte, gehen bei einem Gusseisen- oder Keramikfeld jede Menge Energie verloren – von der Verletzungsgefahr durch erhitzte Griffe mal abgesehen. Daher müssen die Töpfe und Pfannen mindestens denselben Diameter wie das Kochfeld haben. Der Kochtopf sollte keinen gewölbten Boden haben, da die Wärmeabgabe der Kochplatte an den Topf durch die dazwischenliegende Luft verschlechtert wird. Denn schlechter Bodenkontakt zum Kochfeld benötigt logischerweise mehr Energie.


Jedem Töpfchen sein Deckelchen! Benutzen Sie beim Kochen und Braten, soweit die Zubereitung es zulässt, stets den geeigneten Deckel.

Wer beim Kochen und Braten einen Deckel auf Topf und Pfanne legt, spart bis zu 75% an Energie. Glasdeckeln haben den Vorteil dass keine Wärme unnötig beim Reingucken verloren geht.


Eierkocher, Toaster und Co. sind nicht zu unterschätzen!

Fast jeder Haushalt besitzt kleine Helfer wie Eierkocher oder Toaster, die oft unbenutzt in der hintersten Schrankecke stehen. Dabei lohnt es sich solche und andere kleinen Haushaltshelfer zu nutzen, um Energie zu sparen.

Wärmen Sie einzelne Brötchen auf dem Toaster statt im Backofen. Der Backofen braucht lange bis die nötige Temperatur erreicht ist, da er ein großes Raumvolumen aufheizen muss. Zum Brötchenaufbacken reicht bereits ein Toaster mit Brötchenaufsatz. Der ist bei wesentlich geringerem Energieeinsatz sofort heiß, und die Brötchen sind schnell fertig. Geht man davon aus dass der Backofen 0,5 kWh verbraucht bis die nötige Temperatur erreicht ist, hat er gegenüber einem Toaster mit Brötchenaufsatz das 10-fache an Energie benötigt.

Der Wasserkocher ist ein wahrer Energiesparer im Vergleich zum Kochtopf und spart zudem auch noch Zeit. Im Gegensatz zu spezifischen Geräten wie einem Reiskocher lohnt sich seine Anschaffung, da er regelmäßig im Gebrauch sein kann. Hier kann nur der Induktionsherd an Zeit- und Energieersparnis mithalten, vorausgesetzt dass der Topf auch einen Deckel hat.


Die Eier im Eierkocher zu garen verbraucht im Gegensatz zum Kochtopf und entsprechend seiner Größe 50-80% weniger Strom und auch wesentlich weniger Wasser.


Kann man im Voraus Resthitze einplanen und muss der Backofen immer vorgeheizt werden?

In Rezepten und Zubereitungsanleitungen wird häufig empfohlen den Backofen vorzuheizen, das ist aber oft nicht nötig. Man kann bereits die Wärme beim Aufheizen nutzen, die Backzeit ist dann um ein paar Minuten zu verlängern. Auch die Restwärme des Backofens soll vorausschauend benutzt werden. Einfach den Ofen vor Beendigung der Backzeit ausschalten und Braten- oder Backwaren im geschlossenen Ofen belassen bis sie gar sind. Während des Bratens oder Backens die Ofentür nicht unnötig öffnen, da sonst die Wärme entweicht und nachgeheizt werden muss. Übrigens spart Umluft statt Ober-/Unterhitze Energie! Bei gleicher Garzeit kann so die Temperatur um 20 bis 25 °C reduziert werden. Beim Heiß- oder Umluftbetrieb wird die Luft im Backofen über ein Gebläse verteilt und es herrscht überall eine gleichmäßige Temperatur. Dadurch können Sie auf mehreren Ebenen gleichzeitig braten, backen oder dünsten. Die bessere Wärmeausnutzung erlaubt es, die Gartemperaturen deutlich niedriger zu wählen als beim Backen mit Ober- und Unterhitze. Auch das Vorheizen ist im Heiß- oder Umluftbetrieb bis auf wenige Ausnahmen überflüssig – ein Verzicht senkt den Energiebedarf um etwa weitere 20%.


Meiden Sie den Auftaumodus an Backofen oder Mikrowelle: Tiefgekühltes möglichst nicht auf dem Herd oder in der Mikrowelle und schon gar nicht im Backofen auftauen. Wer die Gefrierkälte nochmals nutzen will, legt Aufzutauendes einen Tag im Voraus in den Kühlschrank (Tropfschale nicht vergessen). Das spart zudem Energie beim Kühlschrank.

Kochplatte wenn möglich dem Backofen vorziehen! Der Backofen ist im Vergleich zu Kochplatten ein Energieverschwender! Das Aufheizen auf 250°C braucht auch bei einem modernen Backofen mehr Strom als das Aufkochen von 3 Liter Wasser! Etwas günstiger wird die Bilanz nur, wenn ganze Mahlzeiten im Heißluftofen auf mehreren Etagen zubereitet werden. Enorm verschwenderisch ist die sogenannte „Feinschmeckermethode“ des Überbackens von Gerichten, die vorher auf dem Herd gekocht wurden.


Arbeiten Sie auch mit Resthitze an den Glaskeramik-Kochfeldern und den älteren Gusseisenplatten. Schalten Sie einen Gang zurück … und zwar sofort nach dem Ankochen. Ganz ausschalten können Sie den Herd dann auch 5 bis 10 Minuten vor Ende der Garzeit. So nutzen Sie die Nachwärme und sparen Energie. Ausnahme sind hier eben Gas- und Induktionskochfelder. Hier können lediglich mit gut isoliertem Topf und einem Sandwichboden Energie sparen.


Kurz noch zur Reinigung des Backofens mit Pyrolyse: Reinigen Sie den Backofen lieber per Hand und verzichten Sie auf die elektrische Backofenreinigung. Sie verbraucht pro Selbstreinigungsgang 3 bis 4 kWh Strom, bei älteren Modellen sogar mehr. Wenn einen Pyrolyse

unumgänglich sein sollte, achten Sie darauf dass das Zubehör wie Auszüge, Rost und Blech pyrolysefähig ist, da es eventuell beschädigt werden kann.


Wasser sparen heißt auch Energie sparen

Also weniger Flüssigkeit verwenden! Sparen Sie Energie, indem Sie mit möglichst wenig Flüssigkeit kochen. Zum Dünsten von Kartoffeln und Gemüse benötigen Sie nicht mehr Wasser als gerade zum Bedecken der Lebensmittel nötig ist. Auch hier stets den richtigen Deckel benutzen um das Wasser nicht zu schnell verdampfen zu lassen.




Probieren Sie andere Kochmethoden aus

Beispiel: die energiesparende Zubereitungsart des Woks. Ein Wok hat in etwa die Form einer Halbkugel, die Heizfläche ist in der Mitte des Woks und durch die runde Form sehr klein. Deshalb benötigt man nur ein kleines Kochfeld für einen relativ großen Topf, wobei die Mitte des Woks zum scharfen anbraten genutzt wird. Zum Fertiggaren werden die angebratenen Stücke dann nach oben, in die nicht so heiße Zone geschoben. Ein Deckel auf dem Wok dient dem Dämpfen des Kochguts, so ist es schneller fertig und spart zusätzlich Energie. Traditionell werden in einem einzigen Wok alle Lebensmittel in feine Streifen geschnitten. Dadurch ist alles schnell gar, was durch den minimalen Einsatz eines Gerätes und dem schnellen Garverfahren den Energieverbrauch deutlich senkt.

Der Schnellkochtopf ist ideal um Mengen ab 2 kg und Gerichte mit langer Garzeit energie- und zeitsparend zuzubereiten. Da keine Energie durch entweichenden Dampf verloren geht, spart man im Vergleich zu konventionellen Töpfen bis zu ein Drittel Strom und die Hälfte der Kochzeit. Wenn das Gemüse im Einsatz im Dampf statt im Wasser gegart wird, bleiben auch die wasserlöslichen Vitamine und andere Inhaltstoffe weitgehend erhalten. Allerdings ist der Schnellkochtop kein Allrounder und kann nicht für jede Kochkunst verwendet werden.


Sehr viel Strom lässt sich mit Hilfe einer Kochkiste oder einem Thermotopf einsparen. Das System ist schon alt, ist aber heute noch im Handel erhältlich, wenn auch in modernerer Ausführung. Die Speisen werden in einem Kochtopf nur kurz aufgekocht und dann zum Fertiggaren in die Kochkiste gestellt. Die Kochkiste ist wärmeisoliert und hält die Temperatur stundenlang auf hohem Niveau; so garen die Speisen ohne weitere Energiezufuhr. Ideal für Eintöpfe!


Dämpfen statt kochen: Weniger Flüssigkeit heisst hier auch weniger Energie verbrauchen. Beim schonenden Garen mit Dampf bleiben zudem wertvolle Vitamine und Aromen im Gemüse erhalten.


Noch kurz zur Mikrowelle: Wenn Sie nur kleinere Mengen an Nahrungsmitteln zubereiten oder erwärmen wollen, kann das Mikrowellengerät eine besonders schnelle und stromsparende Lösung sein.




Und noch zwei letzte Tipps …

Beachten Sie, dass man auch ohne lange Garzeit etwas Leckeres auf den Tisch zaubern kann. Einige Grundnahrungsmittel und deren Zubereitung (ver-)brauchen mehr Energie als andere. So sind in der warmen Küche Fleischgerichte öfters mit mehr Zeit- und Energieaufwand verbunden als vegetarische Gerichte wo Vitamine und andere Inhaltstoffe eh nicht verkocht werden sollen. Zudem tun Sie bei vegetarischem Kochen auch dem Klima etwas Gutes. Sollten Sie nicht schon gelegentlich mal vegetarisch oder vegan kochen, bringen Sie so auch Abwechslung auf den Esstisch. Rezepte und Ideen mit gesunden und vollwertigen Rezepten erhalten sie auf dem Blog “Veggie-Table” www.veggie-table.lu des Mouvement Ecologique.


Sie haben zu viel gekocht? Was nicht mehr zubereitet werden muss, verbraucht mit Ausnahme dem aufwärmen keine Energie und keine weiteren Rohstoffe mehr. Vermeiden Sie also unnötige Lebensmittelabfälle! Wenn zuviel zubereitet wurde, lagern Sie das Essen nach dem Abkühlen rechtzeitig im Kühlschrank. So haben Sie bei der nächsten Mahlzeit auch Zeit gespart.

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InfoPlus:

https://antigaspi.lu/

https://veggie-table.lu/warum-veggie/


Liste mir den energieeffizientesten Geräten:
Backöfen

Induktionskochfelder

Abzugshauben

Standards and Labels für Backöfen und Abzugshauben

Energielabel für Haushaltsbacköfen und Dunstabzugshauben (EU) No 65/2014 hier

  • Commission delegated regulation (EU) No 65/2014 of 1 October 2013 supplementing Directive 2010/30/EU of the European Parliament and of the Council with regard to the energy labelling of domestic ovens and range hoods
  • Commission regulation (EU) No 66/2014 of 14 January 2014 implementing Directive 2009/125/EC of the European Parliament and of the Council with regard to ecodesign requirements for domestic ovens, hobs and range hoods
  • Amendment regarding Online Energy Labels: Regulation No. 518/2014
  • Directive 2010/30/EU on the indication by labelling and standard product information on the consumption of energy and other resources by energy-related products (recast)

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