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06.11.2017

Mit dem Pedelec durch das ganze Jahr

Viele Pedelec-Fahrer überlegen sich vor dem Winter ob und wie man das Pedelec noch benutzen kann. Dabei sind Pedelecs bei guter Bereifung und ordnungsgemäßer Pflege wintertauglich.

Bei allen Fahrrädern ist das Zusammenspiel aus Reinigen, Schmieren und sachgemäßer Unterbringung in der kalten Jahreszeit sehr wichtig, so auch bei Pedelecs. Das Pedelec sollte nur mit warmem Wasser, bei starker Verschmutzung höchstens mit einem biologisch abbaubarem Radreiniger geputzt werden. Die Kette sollte regelmäßig mit einem ölhaltigen Lappen sauberwischt werden. Genau so regelmässig sollen Salzreste entfernt werden um Rost zu verhindern. Für andere Metallteile gibt es spezielle Pflegemittel zur Korrosionsvermeidung.

Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger, der auch in spritzwassergeschützte Motorenbehälter Wasser pressen kann. Die Anschlusskontakte des Akkus benötigen nur etwas geeignetes Pflegeöl.

Die Akkus sind empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen. Bei Werten unter 10° Celsius wird die Ladezeit verlängert und die Leistung verringert, so dass die verfügbare Energie abnimmt. Zudem besteht unter 5°Celsius eine Explosionsgefahr bei Akkus ohne besonderen elektronischen Schutz. Bei hochwertigen ION-Technologie-Batterien unterstützt das Batteriemanagementsystem ein sicheres und effizientes Radeln. Es greift bei niedrigen Temperaturen ein, um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern. Bei der Berechnung der auf dem Display angezeigten Reichweite werden alle Temperatureffekte erfasst und kalkuliert. Ob Ihr Rad damit ausgerüstet ist, kann Ihnen Ihr Fahrradhändler sagen, sollten Sie keine technischen Unterlagen besitzen. Zum Schutz vor Kälte kann man die Batterie mit einem Neoprenüberzug versehen.

Lagern und laden Sie den Akku bei einer Temperatur zwischen 10 und 30° Celsius und verwenden Sie nur die originalen Ladegeräte, um kein Risiko einzugehen. Laden Sie den Akku nicht unbeaufsichtigt und vermeiden Sie brennbare Unterlagen beim Ladevorgang. Wenn das Rad nicht gefahren wird, soll bei sachgemäßer Lagerung der Akku alle 2 Monate zu ¾ aufgeladen werden, da ein vollständiges Entleeren die Akkuzellen schädigen kann.

Die richtige Bereifung für den Winter ist aus Gründen der Sicherheit unumgänglich. Ob und wie viele Spikes (Stahlstifte) die Winterreifen haben sollten, hängt vom Gelände ab und ob man auch bei Schnee und Glatteis fahren will. Erwähnenswert ist, dass neben der niedrigeren Effizienz des Akkus auch der Kraftaufwand und der Energieverbrauch steigen. Denn Winterreifen, besonders die mit Spikes, haben eine erhöhte Bodenhaftung und größeren Rollwiderstand. Ein leicht verringerter Reifenluftdruck sorgt vor allem auf Schnee bei allen Reifen für eine etwas verbesserte Traktion. Lassen Sie sich vom Fachhändler beraten.

 

Ganz zum Schluss sollte noch erwähnt werden dass eine einwandfreie Beleuchtung, sowie reflektierende Schutzkleidung und ein geeigneter Helm eine Selbstverständlichkeit sind. Das Restrisiko einer Sturzgefahr ist wegen Laub und Eisglätte trotz spezieller Reifen immer noch gegeben und gute Sicht(barkeit) vermeidet Unfälle.

 

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