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Tinte, Toner, Strom – die versteckten Kosten bei Druckern

Das Projekt OekoTopten.lu bietet Produktlisten zu energiesparsamen Produkten aus dem Bereich Haushalt, Mobilität und Unterhaltung. Mit der neuen Kategorie „Drucker“ soll nun auch im Bürobereich für nachhaltige Beschaffung gesorgt werden. Laser- und Tintenstrahldrucker, sowie Multifunktionsgeräte werden nach ökologischen Kriterien gewertet und auf der Internetseite www.oekotopten.lu veröffentlicht.

Die Buchhaltung wird es bestätigen: Drucker haben mit Abstand die höchsten Folgekosten im Büro. Abhängig vom Gerätetyp muss regelmäßig Tinte oder Toner nachgefüllt werden, die Papierkassette muss regelmäßig gefüllt werden und Strom verbraucht das Gerät, selbst wenn es nicht druckt. Wer sich jedoch vorm Kauf von Druckern richtig informiert kann viel Geld sparen und tut der Umwelt was zugute.

„Aus“ ist nicht „aus“. Über 100 € unnütze Stromkosten

Viele Drucker werden aus Kostengründen von mehren Büroangestellten gemeinsam genutzt. Verständlicherweise werden die Geräte nach dem Drucken eines Dokumentes nicht komplett vom Strom getrennt. Kurz nach dem Druckvorgang verfallen die Geräte in ihren Dornröschenschlaf. Standby-Modus nennt man diesen Zustand, der mit 60% am stärksten am Gesamtstromverbrauch des Druckers verantwortlich ist. Die übrigen 40% Stromverbrauch im Normalbetrieb tragen den Rest zur hohen Stromrechnung bei. Der schleichende Stromverbrauch im Standby-Modus summiert sich bei vielen Geräten auf über 100 € während der Lebensdauer der Drucker. Wie bei allen elektrischen Geräten gilt auch hier auf den Standby-Verbrauch beim Kauf zu achten. Angaben zum Verbrauch finden Sie im Datenblatt des Gerätes, welches Sie bei der Suche nach einem neuen Gerät eingiebig studieren sollten. Die Internetseite www.oekotopten.lu erleichtert Ihnen die Suche, da nur Geräte mit niedrigem Energieverbrauch den Weg in unsere Listen finden.

Hohe Betriebskosten mit Tinte und Toner

Ob Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker, die Kosten für Tinte und Toner übersteigen bei manchen Geräten den Kaufpreis des Gerätes. Leider werden jedoch keine Angaben von Herstellern geliefert, die es ermöglichen den Tinten-, respektive Tonerverbrauch von verschieden Produkten untereinander zu vergleichen. Trotzdem kann der Konsument klar dazu beitragen, den Tinten- oder Tonerverbrauch zu reduzieren, indem er wohlüberlegt auswählt, welche Dokumente er drucken will. Recycling von Patronen und Tonern ist mittlerweile bei allen großen Druckerhersteller ein Thema. Leere Patronen und Toner können gratis an den Hersteller zurückgeschickt werden, welche sie dann dem Recyclingprozess zuführen. Leider werden jedoch nur Metallteile stofflich wiederverwertet. Plastikteile – Hauptbausteine der Patronen und Tinten – werden energetisch recycelt, sprich verbrannt. Auf Nachfrage hin teilten alle bekannten Hersteller mit, dass Tinten und Patronen der eigenen Marken nicht befüllbar sind, da sie nicht für die gleiche Druckqualität garantieren können, wie sie es für neue Tinten und Patronen tun können. Dritthersteller von Tinten und Patronen haben seit längerem die Marktlücke von wiederauffüllbaren Tinten und Patronen für sich entdeckt und liefern für fast jedes Modell eine eigene Alternative. Wie in der pharmazeutischen Industrie, spricht man auch bei Druckern von Generika. Dies wiederum ruft die Original-Hersteller auf den Plan, die den Konsumenten vor schlechter Druckqualität von den sogenannten Generika-Patronen warnen. Ein Schelm wer hier Böses vermutet.

Bewusst Papier sparen

Sie haben sicherlich bei vielen Mails in der Fußnote die Aufforderung bemerkt, Mails nur dann zu drucken, wenn es wirklich erforderlich ist. Eine Aufforderung, die im Prinzip nicht bloß für Mails gelten soll. Eine andere Möglichkeit den Papierkonsum zumindest auf die Hälfte zu reduzieren ist das beidseitige Bedrucken eines Dokuments. Doch nicht alle Druckgeräte besitzen eine solche Duplex-Funktion. Achten Sie also beim Neukauf auf diese praktische Funktion. Eine weitere nützliche Funktion, die Sie in den meisten Schreibprogrammen vorfinden, ist das Drucken von mehreren Dokumentenseiten auf einer Papierseite. Auch hier können Sie Papier sparen. Denken Sie jedoch daran, dass diese Druckfunktion die Schriftgröße auf die Hälfte reduziert, was das Lesen des Dokuments erschweren kann.

Als Konsument haben Sie es in der Hand durch ein bewusstes nachhaltiges Verhalten beim Drucken den Verbrauch an Tinte/Toner, Papier und Strom zu reduzieren. Ein Gewinn für die Umwelt und Ihr Portemonnaie.

 

Letzte Änderung: 14.01.2014
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