Ratgeber: Staubsauger Drucken PDF

Beim Kauf eines Staubsaugers sollte auf den Energieverbrauch geachtet werden. Die Stromkosten können während der Nutzungsdauer den Kaufpreis übersteigen. Es wird zwischen Hand-, Stiel- und Bodenstaubsauger unterschieden: Beim Hand- oder Stielstaubsauger sind Motor, Gebläse, Filter und Beutel direkt im Gerätekörper enthalten. Auf der unteren Seite des Gerätekörpers befindet sich das Saugrohr mit dem Bürstenkopf und auf der oberen Seite der Handgriff. Beim Bodenstaubsauger befinden sich Motor, Gebläse, Filter und Beutel in einem Gehäuse auf Rollen. Das Gehäuse ist über einen Schlauch mit dem Saugrohr und Bürstenkopf verbunden.

Kaufberatung

• Achten sie bitte auf das EU-Energielabel und die Liste der effizientesten Geräte auf Oekotopten.lu

• Die Saugleistung ergibt sich aus dem Grundgerät, Saugrohr, Bürstenkopf und den Luftwegen. Eine höhere Wattzahl der Motorleistung bedeutet nicht automatisch eine höhere Saugleistung (auch Saugkraft).

• Die Saugwirkung wird in zwei Werte aufgeteilt; für Teppich oder für Hartboden. Je höher der Wert (bestenfalls A) desto besser die Wirkung. Gute Werte liegen über 75% für Teppiche und 98% für Hartböden.

• Das Geräusch wird in dB (A) angeben. Je niedriger der dB-Wert ist desto besser. Bereits geringe Unterschiede sind hörbar.

• Hand- oder Stielstaubsauger benötigen nicht viel Platz, sind günstig und verbrauchen weniger Strom. Bodenstaubsauger besitzen aber die bessere Saugwirkung.

• Es gibt Produkte mit Wegwerf-Staubbeuteln oder welche mit auswaschbaren Staubehälter. Viele Staubsauger haben bereits Vlies- statt Papierbeutel. Vliesfilter bleiben länger luftdurchlässig als Papierfilter. Da sich die Poren nicht so schnell verschließen, lässt auch die Saugleistung nicht so stark nach.

• Staubsauger mit auswaschbaren Staubbehälter nutzen das Wirbelwindprinzip ("Zyklon"). Durch die Fliehkraft lagern sich die Schmutzpartikeln an den Innenwänden des Behälters ab. Während des Ausleerens der Box kommt es meist zu starker Staubentwicklung. Staubsauger mit Beutel haben häufig die bessere Saugwirkung.

• Filter sollten regelmäßig alle 2 bis 3 Monaten ausgetauscht werden. Unangenehme Gerüche im Staubbeutel werden mit einem Aktivkohlefilter absorbiert. Produkte mit HEPA-Filter sind für Allergiker geeignet. Zudem verringern verstopfte Filter die Saugleistung und damit die Energieeffizienz des Gerätes.

• Auch Staubbeutel sollten nicht zu voll sein und oder zu lange benutzt werden. Volle oder gar verstopfte Beutel oder Behälter verringern die Saugkraft und können Nährboden für Pilze und Milben sein. Entleeren sie deshalb den Staubbehälter spätestens alle vier Wochen oder verwenden sie einen neuen Staubbeutel. • Standardbürsten können für Teppich und Parkett verwendet werden. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Spezialbürsten für z.B. Polstermöbel, Innenraum von Fahrzeugen, Tierhaare,…

• Der effektive Stromverbrauch resultiert aus der jeweiligen Saugstärken-Einstellung und dem erzielten Staubaufnahmevermögen ab.

Links:

o www.ecotrel.lu: Gemeinnütziger Verein, welcher das Einsammeln und das Recycling elektronischer Geräte in ganz Luxemburg übernimmt

o www.sdk.lu: Beratung, Einsammlung und umweltgerechte Entsorgung für Bürger und Betriebe in Luxemburg Energiesparen durch richtige Nutzung

Infoplus Links • www.ecotrel.lu: Gemeinnütziger Verein, welcher das Einsammeln und das Recycling elektronischer Geräte in ganz Luxemburg übernimmt

• www.sdk.lu: Beratung, Einsammlung und umweltgerechte Entsorgung für Bürger und Betriebe in Luxemburg

Info für Hersteller und Anbieter

Bitte melden Sie uns allfällig zusätzliche Geräte, welche die OekoTopten-Kriterien erfüllen: oeko(at)oekotopten.lu

 

Das Energielabel für Staubsauger Energielabel Stufe 1 für Universalstaubsauger; gültig seit 1.9.2014

Neben den üblichen Bezeichnung, dem durchschnittlichen Energieverbrauch und der Geräuschemission in dB (Schallleistung), befinden sich gleich vier Effizienzklassen auf dem Label

• Energieeffizienzklasse.

• Teppichreinigungsklasse

• Hartbodenreinigungsklasse

• Staubemissionsklasse. Die Staubemissionsklasse ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Staubsaugers und ist abhängig von der eingesetzten Filtertechnologie

Das Label zeigt unter anderem die Energieeffizienzklasse von A bis G des durchschnittlichen Stromverbrauchs. Dieser ist entsprechend der EU-Ökodesign-Verordnung für Staubsauger begrenzt, so dass die maximale Nennleistungsaufnahme unter 1600 Watt liegen muss. Der Verbrauch eines Gerätes der Energieeffizienzklasse A liegt dann bei weniger als 850 Watt, was einem Jahresverbrauch von weniger als 28 Kilowattstunden entspricht. In einer zweiten Phase, ab 2017, soll die maximale Nennleistungsaufnahme des Staubsaugers auf nur noch 900 Watt reduziert werden.

Vor der Einführung des Energielabels lag die durchschnittliche Wattleistung der Geräte weit über 1600 Watt, teilweise sogar bis zu 3000 Watt. Somit wurde dem Kunden vorgetäuscht, dass Staubsauger kaum etwas über die wirkliche Staubaufnahme aus. Sie gibt eher Auskunft auf die anfallenden Stromkosten. Dass Staubsauger mit geringem Verbrauch genauso viel Power beim Saugen haben können, kann man in den Listen von Oekotopten.lu nachschauen. Die Saugleistung eines Gerätes hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von der Beschaffenheit der Düse, der Filtertechnologie und der Effizienz der Motoren.

Energielabel Stufe 2 für Universalstaubsauger; gültig ab 1.9.2017

Die Einstufung eines Staubsaugers in eine Energieeffizienzklasse wird durch seinen sogenannten jährlichen Energieverbrauch (AE) bestimmt. Der Wert AE wird mit einer komplexen Formel berechnet, die verschiedene Parameter verknüpft: den spezifischen Energieverbrauch des Staubsaugers, eine Standardzahl an Reinigungsvorgängen 50/Jahr) und eine Standardwohnfläche (87m²). Auch die Staubaufnahme geht zu einem gewissen Grad mit in die Formel ein. Das neue Label für Staubsauger wird in zwei Schritten eingeführt. Seit Beginn der Labelpflicht (ab 1.9.2014) weist das Label die Effizienzklassen ‚A‘ bis ‚G‘ aus. Um dem zu erwartenden technischen Fortschritt Rechnung zu tragen, wird das Etikett zum 1.9.2017 auf die Skalierung ‚A+++‘ bis ‚D‘ umgestellt. Alle anderen Merkmale bleiben unverändert.

Die Labelpflicht gilt nicht für: Nasssauger, kombinierte Nass- und Trockensauger, rein akkubetriebene Staubsauger, Industriestaubsauger, Saugroboter, Zentralstaubsauger, Bohnermaschinen und Staubsauger für den Außenbereich. Wasserfiltersauger sind erst ab dem 1.9.2017 zu kennzeichnen. Der absolute Wert für den jährlichen Energieverbrauch ‚AE‘ ist auch auf dem Label selbst angegeben. Es handelt sich dabei um einen Richtwert. Der tatsächliche Energieverbrauch hängt vom Nutzerverhalten ab.

Die Energieeffizienzklassen sind wie folgt unterteilt:

Wie bei allen anderen kennzeichnungspflichtigen Hausgeräten, ist auch bei den Staubsaugern gleichzeitig eine Ecodesign-Regulierung in Kraft getreten (666/2013/EU). Diese setzt gewisse Mindestanforderungen an den Energieverbrauch und andere umweltrelevante Eigenschaften. Beim Staubsauger wird künftig u. a. die Leistungsaufnahme begrenzt: Seit dem 1.9.2014 muss die Nennleistungsaufnahme für neu in Verkehr gebrachte Geräte unter 1.600 Watt liegen, ab dem 1.9.2017 unter 900 Watt. Es gelten auch bestimmte Mindestanforderungen an die Staubaufnahme, die Staubemission und den Schallleistungspegel.

Letzte Änderung: 27.07.2015
ProduktkategorienStaubsauger