Ratgeber: Spülmaschine Drucken PDF

Ersatz oder Reparatur?

Diese Frage stellt sich oft, wenn ein Gerät defekt ist. Zwei Studien der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) und des auf Ökobilanzen spezialisierten Büros ESU-services geben aufschlussreiche Antworten. Aus den Studien geht hervor, dass die Reparaturkosten einer 4 Jahre alten Geschirrspülmaschine 50% des Preises für ein Neugerät nicht übersteigen dürfen. Bei 6 Jahre alten Geräten sollten die Reparaturkosten nicht mehr als 30% und bei Geräten älter als 8 Jahre nicht mehr als 10% der Neuanschaffungskosten übersteigen. Bei Geräten deren Alter über 12 Jahre ist, lohnt der Neukauf sich sowohl aus ökologischer, als auch aus ökonomischer Sicht. Bedingung für diese Angaben ist der Ersatz durch ein neues Geräte mit einer Energieeffizienzklasse A oder besser.

Kaufberatung

  • Wählen Sie Geräte der Energieeffizienz Klasse A++ oder besser. Geräte der Klasse A+++ brauchen 30 Prozent weniger Strom bei gleichwertiger Größe und sind nur wenig teurer.
  • Den meisten Strom brauchen Geschirrspülmaschinen zum Aufheizen des Wassers. Dieser kann größtenteils eingespart werden, wenn Geräte mit Warmwasser aus erneuerbaren Energiequellen versorgt werden. Alle Oekotopten-Modelle kann man an die Warmwasserleitung anschließen. Ihr warmes Wasser sollte nicht mit dem Elektroboiler oder -Durchlauferhitzer aufgeheizt werden. Ein Warmwasseranschluss ist empfehlenswert, wenn das warme Wasser mit Sonnenenergie, Holz, Wärmepumpen oder einer modernen Zentralheizung aufgeheizt wird.
  • Fragen Sie nach dem Lärmpegel (dieser wird nur teilweise deklariert). Leise Geräte haben weniger als 45 dB(A).
  • Geschirrspülmaschine jeweils möglichst gut füllen. Für Kleinhaushalte gibt es auch Geräte mit kleinerem Volumen (9 Maßgedecke).
  • Die Programmlaufzeit bei effizienten Modellen kann lang sein (bis zu 3 Stunden). Dies spielt kaum eine Rolle, da die Geschirrspülmaschine meist nur einmal täglich genutzt werden und so leise arbeiten, dass dabei weder Gespräch noch Schlaf gestört wird. Bei Bedarf kann ein kurzes Programm gewählt werden, womit sich aber der Stromverbrauch um rund 15 % erhöht.
  • Achten Sie auf einen fachmännischen Einbau mit Rückschlagklappe, damit keine Geruchs- und Lärmprobleme entstehen.
  • Die Energieetikette ist eine, von der Europäischen Union, gesetzlich vorgeschriebene Verbraucherinformation. Dieses Etikett (auch: EU-Energielabel) enthält Angaben über den Energieverbrauch der Geräte. Aber auch zusätzliche Informationen zu Wasserverbrauch, Trockenwirkungsklasse und Geräuschentwicklung sowie die Standardbefüllung sind angegeben. Alle in den Verkaufs- und Ausstellungsräumen ausgestellten Geräte müssen ein solches Etikett tragen.

Technische Erklärungen

Seit dem 20. April 2012 müssen Spülmaschinen durch die Umsetzung der zweiten Phase der Ökodesign-Richtlinie mit dem neuen EU-Energielabel gekennzeichnet werden. Das Design des neuen Etiketts wurde komplett verändert und es gibt auch neue Berechnungsgrundlagen.

  • Auf dem Etikett wird das entsprechende Gerät einer der sieben Energieeffizienzklassen (D bis A+++) zugeteilt. Die Energieeffizienzklasse A+++ entspricht einem niedrigen und D einem sehr hohen Energieverbrauch. Ein Gerät der Klasse A+++ verbraucht mindestens 30% weniger Energie als eines der Klasse A . (A+ -11% und A++ -21%). Beim Alten Energielabel wurden Klassen von A-G verwendet und waren auf den Stromverbrauch pro Waschgang ausgelegt. Die angegebenen Werte beim neuen Etikett beziehen sich auf einem Normalverbrauch von 280 Standardreinigungszyklen pro Jahr.
  • Der Wasserverbrauch wird ebenfalls in Liter pro Jahr angegeben. Dabei wird sich ebenfalls auf eine Nutzung von 280 Standardreinigungszyklen pro Jahr bezogen.
  • Die Trockenwirkungsklasse bewertet wie viel Restfeuchte das Geschirr nach einem Spülgang aufweist. Bei Geräten der Trockenwirkungsklasse A ist das Geschirr trocken während bei den anderen Klassen mehr oder weniger von Hand nachgetrocknet werden muss.
  • Die Nennkapazität zeigt an wie viel Standardgedecke im Gerät Platz finden.
  • Die Luftschallemissionen geben die maximalen Geräuschentwicklung des Geschirrspülers in dB an. Je kleiner der Wert desto leiser ist das Gerät im Betrieb.
  • Bei nur leicht verschmutztem Geschirr lohnt sich das Spar- oder Bio-Programm.
  • Die Geschirrspülmaschine verbraucht immer gleich viel Wasser, Reinigungszusätze und Strom, egal ob sie halb oder voll beladen ist. Schalten Sie deshalb das Gerät erst ein, wenn es gefüllt ist. Vorspülen von Hand ist überflüssig. Entfernen Sie nur grobe Speisereste. Für leicht verschmutztes Geschirr reicht das Sparprogramm von 50°C anstelle des Normal-Programms aus. Energieersparnis ca. 20 Prozent
  • Eine vollbeladene Geschirrspülmaschine der Klasse A (oder besser) spart ca. 70% des Wasserverbrauchs und ca.55 % des Energieverbrauchs gegenüber dem Spülen von Hand.
  • Wasserverbrauch und Stromverbrauch pro Spülung von 12 Maßgedecken im Vergleich:

Energiesparen durch richtige Nutzung

 

Wasserverbrauch

Stromverbrauch

alte Geschirrspülmaschine:

53 Liter

2,6 kWh

Spülen von Hand:

50 Liter

2,5 kWh

neue Geschirrspülmaschine:

15 Liter

1,1 kW

Infoplus

Publikationen

Normen und Labels

www.stromeffizienz.de : Energiespartipps und Informationenen zum EU-Label

Links

  • www.ecotrel.lu: Gemeinnütziger Verein, welcher das Einsammeln und das Recycling elektronischer Geräte in ganz Luxemburg übernimmt
  • www.sdk.lu: Beratung, Einsammlung und umweltgerechte Entsorgung für Bürger und Betriebe in Luxemburg

Info für Hersteller und Anbieter

Bitte melden Sie uns allfällig zusätzliche Geräte, welche die OekoTopten-Kriterien erfüllen: oeko(at)oekotopten.lu
Letzte Änderung: 01.02.2016