Ratgeber: Fernseher Drucken PDF

Inwieweit spielt die Bildschirmdiagonale eine Rolle beim Energieverbrauch ?

Je größer der Bildschirm und somit die Bildschirmdiagonale, desto größer ist der Stromverbrauch des Gerätes.

Bildqualität

Die Bildqualität wird mit verschiedenen Maßen angegeben. Die wichtigsten sind:

Auflösung

Unterschieden wird zwischen der HD-Ready-Auflösung welche mindestens 1280x720 Bildpunkte hat und Full-HD-Auflösung mit 1920x1080 Bildpunkten. Bei gleicher Fernsehgröße hat weist ein .

Bildschirmgrösse / Bilddiagonale

Welche Bildgröße /  Bilddiagonale nun die richtige Wahl ist, hängt vom Sitzabstand zum Fernsehgerät und von der Auflösung des Gerätes ab

Für die maximale Bilddiagonale gilt bei HD-Ready-Fernsehern folgende Faustformel:

Sitzabstand (in cm) / 4 =  Bilddiagonale (in cm)

Für die maximale Bilddiagonale gilt bei Full-HD-Fernsehern folgende Faustformel:

Sitzabstand (in cm) / 2,65 =  Bilddiagonale (in cm)

Meist werden in Geschäften und Prospekten Bilddiagonale in Zoll angegeben, wobei ein Zoll 2.54 cm entspricht.

z.B. Ein Full-HD-Fernseher soll 2,5 m vom Sofa entfernt aufgestellt werden.

250cm / 2,65 = 94,34cm

94,34 cm / 2,54 → 37,14 Zoll

Gewählt wird die nächst kleinere Größe von 37 Zoll.

Neben dem hohen Energieverbrauch eines zu großen Gerätes, wird auch der Fernsehgenuss getrübt. Bei zu kleinem Sitzabstand für eine spezifische Bildschirmgröße kann der Betrachter die einzelen hässlichen Pixel-Quadrate erkennen.

Des Weiteren steigt der Kaufpreis mit der Größe der Bilddiagonale. Also handelt es sich bei der Wahl der richtigen Bildschirmgröße auch um eine Preisfrage.

Farbanzahl

Die Mehrzahl der modernen Bildschirme können 16.7 Mio. Farben darstellen. Ein Bildschirm mit geringer Farbanzahl kann trotz hoher Auflösung trübe verschwommene Bilder darstellen.

Kontrast

Gute Kontrastwerte liegen über 1:250 (typisch). Es ist zwischen dem maximal möglichen Kontrast und den typischen Kontrastwerten zu unterscheiden. Neben den „typischen“ Kontrastwert wird oft auch ein „dynamischer“-Kontrastwert angegeben. Der dynamische Kontrast eines Bildschirms wird durch Software- und Hardwareanpassungen wie dem dimmen der Hintergrundbeleuchtung verbessert. Weil die Verfahren hersteller- und modellabhängig sind können diese Werte nicht direkt miteinander verglichen werden.

Helligkeit

Die Helligkeit – auch Luminanz gennant – wird in candela pro quadratmeter [cd/m2] angegeben. Auch hier ist zwischen den typischen und maximalen Werten zu unterscheiden. Gute typische Werte liegen bei 200 cd/m2 oder mehr. Hohe Werte von >400cd/m2 sind jedoch selten sinnvoll, da die Augen bei längerer Betrachtung schneller müde werden.
Die Helligkeit wird von einer Hintergrundbeleuchtung (backlight) gewährleistet. Dies ist meistens eine "Lichtplatte" deren Lichtstärke mit den Jahren abnimmt. Jedoch liegt die Dauer, bis nur noch die halbe Helligkeit erreicht wird, meist bei über 20000 Stunden. Achten Sie auf eine Garantiezeit von 3 Jahren auf den gesamten Bildschirm (also inkl. Backlight).


Welches Gerät macht punkto Energieeffizienz wirklich Sinn: Plasma-, LCD- oder sogar Röhrenfernseher?

Der Röhrenfernseher, ein ausgediente Technik

Röhrenfernseher verbrauchen viel mehr als aktuelle Flachbildfernseher. Die leichten Flachbildfernseher mit großer Bildfläche haben sich in den letzten Jahren gegenüber den Röhrenfernseher durchgesetzt, so dass man mittlerweile keine Röhrenfernseher mehr in Elektronikfachläden findet. Des Weiteren kommt hinzu, dass Röhrenfernseher für die High Definition Revolution (höhere Auflösung) technisch nicht ausgerüstet sind.

So funktionieren die Fernsehgeräte

Unter Flachbildschirme unterscheidet man zwischen drei Fernsehtechnologien:

1. Plasmabildschirme, die das verschiedenfarbige Licht mit Hilfe von Leuchtstoffen erzeugen, die durch von Gasentladungen erzeugtes Plasma angeregt werden.

2. LCD-Fernseher, wobei LCD für „Liquid Crystal Display“ steht. Ins Deutsche übersetzt heißt es Flüssigkristallbildschirm. Die Flüssigkristalle richten sich aufgrund eines bestimmten Maßes an elektrischer Spannung so aus, dass sie entweder Licht durchlassen oder nicht. Andere elektronische Geräte nutzen ebenfalls die LCD-Technologie, wie z.B. Mobiltelefone, Digitaluhren und Taschenrechner.
Öfters trifft man bei Fernsehgeräten auf die englische Abkürzung TFT - Thin Film Transistor - was ins Deutsche übersetzt, Dünnschichttransistor, heißt. Im Grunde handelt es sich hier um konventionelle LCD-Bildschirme.

3. OLED-Fernseher. OLED ist die Kurzform für „Organic Light Emitting Diode“ und steht für organische Leuchtdioden. Es handelt sich um ein Halbleiter- Bauelement, welches nur Licht ausstrahlt, wenn Strom in eine spezifische Richtung durchströmt.

Plasma kontra LCD

Plasma-Fernseher zeigen Bilder mit besonders hohen Kontrastwerten, bei denen auch Schwarz richtig schwarz ist. Sie eignen sich deshalb vorzüglich fürs Heimkino und nicht allzu helle Räume. Plasma-Bildschirme verbrauchen wenig Strom bei Filmpassagen, wo vor allem dunkle Bilder dominieren. Ältere LCD-Geräte hatten noch eine Hintergrundbeleuchtung die auch bei dunkelen Passage konstant leuchtet, welches einen schlechten Schwarzwert zur Folge hat. LED-LCD-Geräten erlauben es nun ebenfalls Teilbereiche abzudunkleln und bewirken dadurch einen geringeren Verbrauch auf. Diese Entwicklung bewirkte, dass Plasma-Fernseher immer mehr aus den Regalen verschwinden und nicht mehr in den OekoTopten-Listen aufgeführt werden.

LED wird sich auch bei Fernseher durchsetzen

Die sparsamen LED, auf Deutsch Licht Emittierende Dioden, kennt man seit längerem als vielversprechende Alternative zu den Energiesparlampen. Seit kurzem findet man diese nützlichen Leuchtkörper auch in modernen LCD-Fernseher wieder. Sie haben den großen Vorteil, dass sie weniger Strom verbrauchen als die aktuell genutzten Kompaktleuchtstoffröhren und eine weit längere Lebensdauer besitzen. Des Weiteren werden spezifische LED's bei dunklen Bildern einfach abgeschalt, so dass Schwarze auch wirklich als Schwarz dargestellt wird. Die Darstellung eines tiefen Schwarz bleibt bei traditionellen LCD-Geräten weiterhin ein Problem. So ist es auch nicht erstaunlich, dass fast ausschliesslich LED-LCD-Fernseher in den OekoTopten-Listen vertreten sind. Inzwischen verwenden alle führenden Marken diese Technik bei der Großzahl ihrer Produkte.

OLED wird kommen

Die kommenden OLED-Fernsehgeräte mit organischen Leuchtdioden haben neben einer exzellenten Bildqualität und einer sehr flachen Bauweise auch eine höhere Energieeffizienz als alle anderen Gerätetypen. Organische Leuchtdioden versorgen einen Bildpunkt nur mit Strom, wenn er hell werden soll. Bis sich diese zukunftsreiche Technologie auf dem Markt durchsetzt, muss man sich allerdings noch gedulden.

Achtung beim Stromverbrauch im Standby-Betrieb

Achten Sie beim Kauf stets auf den Stromverbrauch im Standby-Betrieb. Ein gutes Gerät benötigt heutzutage nicht mehr als 0,6 Watt. Richtig Strom sparen Sie aber erst, wenn Sie völlig auf den Standby-Betrieb verzichten und Sie das Gerät komplett vom Stromnetz trennen. Hierfür eignet sich eine Steckerleiste mit Schalter. Im Rahmen der europäischen Ökodesign-Richtlinie dürfen ab 2012 Fernsehgeräte den maximal zulässigen Grenzwert von 0,5 bzw.1 Watt im Stand-By-Betrieb nicht mehr überschreiten.

Antenne, Kabel oder Satellit

Um in der neuen Welt der Sendeformat zu Recht zu finden, muss man zunächst wissen, was verschiedene Angaben eigentlich bedeuten:

  • High Definition (HDTV) ist ein neuer Fernsehstandard mit hoher Bildauflösung. Die aktuell genutzten Standards in Luxemburg sind PAL und SECAM. In den Elektronikfachmärkten werden Fernseher, welche diesen neuen Standard unterstützen, mit dem HD-Ready oder Full-HD-Logo gekennzeichnet.
  • DVB-T ist die Abkürzung für den englischen Begriff Digital Video Broadcasting Terrestrial. DVB-T ist ein Sendestandard für die Übertragung von digitalem Fernsehen und Radio per Antenne. Um ein High Definition Signal über ein HD-Fernsehgerät empfangen zu können, braucht man einen DVB-T Tuner (Empfangsgerät). Falls ein DVB-T Tuner im Gerät integriert ist, wird dies in der OekoTopten-Liste mit einem „Ja“ vermerkt.

Wer nicht nur Filme von Silberscheiben auf der neuen, nicht mehr flimmernden Kiste sehen will, muss das Fernsehsignal irgendwie in das TV-Gerät bekommen. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Satellitenempfang, Kabel und Antenne.

Digitales Fernsehen über die alte Fernsehantenne,...

Die meisten Fernseher der OekoTopten-Liste enthalten bereits einen Empfänger für das digitale Antennenfernsehen DVB-T. Die damit erreichbare Programmvielfalt ist von Ort zu Ort unterschiedlich, ebenso die Empfangsqualität. Der folgende Link führt Sie auf das Internetportal von RTL.lu. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Sendern, welche über DVB-T zu empfangenen sind: Digital TV

...über die Satellitenschüssel...

Eine Alternative, für die keine monatliche Gebühr anfällt, ist der Satellitenempfang. Hier schließt man die Empfangsbox einfach am Fernseher an. Nachteil: Oft kann man dann nicht mehr mit der TV-Fernbedienung umschalten.

...oder doch traditionell über Kabel

Als dritte Option bietet sich das Fernsehkabel an, für das Abogebühren anfallen. Analoge Kabelsignale können die meisten Fernseher von sich aus auf den Schirm bringen, für die zunehmend verbreitete digitale Version hingegen sind spezielle Empfänger nötig. Diese Variante ist die wohl am meisten genutzte Empfangsmethode in Luxemburg.

Andere Anschlüsse

USB: Erlaubt den Anschluss von Speichermedien (z.B. USB-Stick) um digitale Media wie Photo, Musik oder Filme abzuspielen.

HDMI-Anschlüsse: HDMI ist zum Standard-Kabel/-Anschluss für die Übertragung von Video signalen in HD-Qualität aus geworden und ist bei allen aktuellen Geräten anzutreffen. Mit diesem Kabel/Anschluss können sie ihr Fernsehgerät an moderne Settopboxen, Spielkonsolen und Bluray-Player anschließen.

SCART-Anschlüsse: Wenn noch ältere Geräte wie Video-Rekorder angeschlossen werden sollen sollte auf einen (oder mehrere) Scart-Anschluss geachtet werden.

Der Trick mit der Farbqualität

Auf ein verbreitetes Vorurteil (und beliebten Verkauftrick) wollen wir noch hinweisen: Wenn in einem Verkaufsgeschäft mehrere Fernseher neben einander stehen, dann ist manchmal die Farbdarstellung sehr unterschiedlich. Dies ist fast immer eine Sache der Einstellung der so genannten Farbtemperatur (mehr rötlich d.h. "wärmer" oder mehr bläulich d.h. "kälter") und kann bei einem guten Fernseher vom Benutzer vorgenommen werden, in jedem Fall aber vom Service-Techniker exakt Ihren Wünschen entsprechend angepasst werden. Es soll schon vorgekommen sein, dass die Farbetemperatur bei fast allen Fernseher in einem Geschäft verstellt war, außer bei denjenigen Geräten, die man unbedingt los werden wollte.

Letzte Änderung: 24.06.2016