Ersatz oder Reparatur?
Diese Frage stellt sich oft, wenn ein Gerät defekt ist. Zwei Studien der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) und des auf Ökobilanzen spezialisierten Büros ESU-services geben aufschlussreiche Antworten. Aus den Studien geht hervor, dass die Reparaturkosten eines 3-4 Jahre alten Geräts 40% des Preises für ein Neugerät nicht übersteigen dürfen. Bei 5-6 Jahre alten Geräten sollten die Reparaturkosten nicht mehr als 20% und bei Geräten älter als 7 Jahre nicht mehr als 5% der Neuanschaffungskosten übersteigen. Bei Geräten deren Alter über 10 Jahre ist, lohnt der Neukauf sich sowohl aus ökologischer, als auch aus ökonomischer Sicht. Bedingung für diese Angaben ist der Ersatz durch ein neues Geräte der Klasse A++.Kaufberatung
Die Bauart des Gerätes sollte nach folgendem Kriterien ausgesucht werden:- Kühlschrank nicht neben dem Kochherd oder Geschirrspülmaschine platzieren: Je höher die Umgebungstemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Je kühler der Standort des Geräts, desto geringer der Stromverbrauch.
- Wer über eine Kühltruhe verfügt, kann auf ein Gefrierfach im Kühlschrank verzichten.
- Ein Kühlschrank mit Gefrierfach (*/***) verbraucht beim gleichen Gesamtvolumen 30% bis 40% mehr Strom als ein Gerät ohne Gefrierfach. Das hat zur Folge, dass ein A++ Kühlschrank mit Gefrierfach den gleichen Stromverbrauch aufweist als ein A+ Gerät ohne Gefrierfach und dazu noch ca. 5% teurer ist.
- Sofern kein Gefriergerät vorhanden ist, kann eine Kühl-Gefrierkombination sinnvoll sein: Das ist ein Gerät mit zwei separaten Türen für Kühl- und Gefrierteil.
- Wählen Sie die Kühlschrankgröße richtig: 140 Liter Nutzinhalt für 1 bis 2 Personen, 200 bis 250 Liter Fassungsvermögen für 3 bis 4 Personen. Großfamilien ab 5 Personen brauchen mindestens 250 Liter Nutzinhalt.
- Kaufen Sie hocheffiziente Kühlgeräte aus den Oekotopten-Listen, die bei der Effizienzklasse mit A++ markiert sind. Diese sind bis zu 50% effizienter als übliche A-Geräte (gemäß Energieetikette).
- Das Angebot an A++Geräten ist noch nicht sehr groß. Falls es für die von Ihnen ausgesuchte Bauart noch kein A++ Gerät gibt, sollten Sie sich auf jeden Fall für ein Geräte der Effizienz-Klasse A+ entscheiden.
- Sorgen Sie für genügend Be- und Entlüftung des Geräts und beachten Sie die Wandabstände gemäß der Angaben des Herstellers.
- Bevorzugen Sie bei freistehenden Geräten solche mit Klimaklasse SN, damit die Geräte auch bei kühlen Umgebungstemperaturen (ab +10 °C) optimal funktionieren. Je kühler der Standort des Geräts, desto geringer der Stromverbrauch.
- Das EU-Projekt energy+ zeichnet hocheffiziente Kühl- und Gefriergeräte aus.
Technische Erklärungen
Die Klimaklassen sind auf dem Typenschild und in der Warendeklaration ersichtlich.- Klimaklasse SN:Umgebungstemperaturen von +10°C bis +32°C
- Klimaklasse N:Umgebungstemperaturen von +16°C bis +32°C
- Klimaklasse ST:Umgebungstemperaturen von +18°C bis +38°C
- Klimaklasse T:Umgebungstemperaturen von +18°C bis +43°C
| * | - 6°C. Geeignet für Eiswürfel. |
| ** | - 12°C. Geeignet zum Lagern von Gefriergut für maximal einige Tage. |
| *** | - 18°C. Nur geeignet zum Lagern von bereits Gefrorenem. |
| ***/* | - 18°C. Sie frieren frische Waren ausreichend schnell ein, ohne dass das bereits Gefrorene antaut. Beachten Sie die Herstellerangabe "Gefriervermögen in kg pro Tag" |
Die Energieetikette ist eine, von der Europäischen Union, gesetzlich vorgeschriebene Verbraucherinformation. Dieses Etikett enthält Angaben über den Energieverbrauch der Geräte. Alle in den Verkaufs- und Ausstellungsräumen ausgestellten Geräte müssen ein solches Etikett tragen. Fazit: Nur Geräte mit einer * ***-Sterne Klassifizierung sind auch zum Einfrieren geeignet. Die * bis ***-Geräte nur zur Lagerung von bereits gefrorenen Lebensmitteln.
Da sich aber mittlerweile rund 90 Prozent der in angebotenen Kühl- und Gefriergeräte in der Energieeffizienzklasse A (niedriger Verbrauch) befinden, wurden 2003 die Energieeffizienzklassen A+ und A++ hinzugefügt. Ein Gerät der Energieeffizienzklassen A+ verbraucht 30 Prozent weniger Energie als ein Geräte der Klasse A, von A zu A++ beträgt der Unterschied sogar rund 45 Prozent.
Energiesparen durch richtige Nutzung
- Stellen Sie die Kühltemperatur auf fünf bis sieben Grad Celsius ein. Jedes Grad weniger steigert den Stromverbrauch um etwa sechs Prozent. Ab und zu mit einem Thermometer für Kühlgeräte überprüfen.
- Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen, zuerst gut abkühlen lassen.
- Kühlschrank nur kurze Zeit öffnen. Gutes Sortieren erspart langes Suchen.
- Schließen Sie die Tür auch währendem Sie sich ein kaltes Glas Milch aus dem Kühlschrank ins Glas füllen.
- Gerade aus dem Kühlschrank entnommene Lebensmittel, wie Butter oder Marmelade, sofort nach dem Essen zurückstellen. Um die Produkte von Zimmertemperatur wiederum abzukühlen wird viel Energie verbraucht. Hinzu kommt, dass die Haltbarkeit der Produkte darunter leidet.
- Das Dichtungsgummi in der Kühlschranktür kann mit der Zeit spröde werden und lässt dann die Kälte entweichen. Undichte Kühlschrank-Türen entdecken Sie, indem Sie eine eingeschaltete Taschenlampe ins Gerät legen. Im abgedunkelten Zimmer sieht man an undichten Stellen Licht durch dringen. Eine beschädigte Dichtung sollte schnellstmöglich ersetzt werden.
- Bei längerer Ferienabwesenheit Gerät entleeren, ausschalten und Türe offen lassen.
