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Verkaufs-Kühlgeräte mit Glastür

In Luxemburger Geschäften stehen unzählige steckerfertige gewerbliche Kühl- und Gefriergeräte, deren Einsatz eine Unsumme von Strom verbraucht. Der gegenwärtige Stromverbrauch kann halbiert werden, wenn bei der Beschaffung konsequent auf effiziente Geräte gesetzt wird, wie sie von www.oekotopten.lu gelistet werden.
Verkaufskühlmöbel für Getränke und Snacks sowie Speiseeis-Truhen stehen „an jeder Ecke“ in Take-Away, Kiosken, Lebensmittelläden, Tankstellen-Shops, Bars etc. Eine grosse Mehrheit davon wird von Getränke- und Speiseeis-Herstellern günstig zur Verfügung gestellt.
Ein offenes Verkaufskühlmöbel verbraucht 8 mal soviel Strom wie ein Topten-Gerät mit guter Effizienz. Ein typischer Glastür-Kühlschrank braucht 2.5 mal soviel Strom wie ein Glastür-Kühlschrank gelistet auf www.oekotopten.lu
Energieeffizienz ist mit offenen Verkaufskühlmöbeln nicht möglich. Das ist auch immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten bewusst. So zeigte zum Beispiel eine Befragung von 1000 Personen in Deutschland, dass über 80% es gut fänden, wenn die derzeit offenen Kühltheken für Nahrungsmittel in Zukunft mit verschliessbaren, durchsichtigen Türen versehen würden.

 

 


Tipps
•    Offene Verkaufskühlmöbel meiden.
•    Modelle von www.oekotopten.lu wählen: Sie sparen tausende Euro Stromkosten und verwenden umweltfreundliche Kältemittel.
•    Am besten sind Geräte mit isolierter Tür oder Deckel. Sie sind am sparsamsten und verbrauchen etwa 40% weniger Strom als Modelle mit Glastür oder Glasdeckel.
•    Gerät mit umweltfreundlichem, natürlichem Kältemittel wählen: Bezeichnung R290 (Propan) oder R600a (Isobutan).
•    Lassen Sie sich die Gesamtkosten berechnen, wenn Sie Geräte vergleichen: Kaufpreis inkl. Stromkosten über 8 Jahre Nutzungsdauer.
Kältemittel und ihre Umweltwirkung

 

 


Fluor-Kohlenwasserstoffe (FKW) sind heute die gebräuchlichen Kältemittel für Gewerbe-Kühl- und Gefriergeräte (z.B. R134a, R404a, R507a). Sie haben kein Ozonabbaupotenzial mehr wie die international verbotenen Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW), tragen jedoch immer noch zum Treibhauseffekt bei (Klimaerwärmung).
Besser sind sogenannt „natürliche Kältemittel“ (z.B. R600a, R290). Sie enthalten weder Chlor noch Fluor und haben nur ein sehr geringes Treibhauspotenzial. Bei Haushalt-Kühl- und Gefriergeräten sind diese Kühlmittel schon lange Standard. Auch bei Kühl- und Gefriergeräten fürs Gewerbe gibt es laufend mehr Modelle mit natürlichen Kältemitteln.
Ein weiterer Pluspunkt: Mit natürlichen Kältemitteln können Geräte um 15 bis 20 Prozent effizienter betrieben werden als mit herkömmlichen Kältemitteln.


Infoplus
Publikationen:
•    Grosse Effizienzpotenziale in gewerblichen Kühl- und Gefriermöbeln. Artikel im VSE-SEV Bulletin 6/2013.
•    Ratgeber Professionelle Beschaffung: Energieeffiziente Gewerbe-Kühlgeräte. Empfehlungen für Gastronomie, Take-Away, Detailhandel und Hotels. 4 Seiten. April 2013. Download PDF: DE / FR
•    Grundlagenbericht: Förderprogramme für mehr Energieeffizienz bei Gewerbe-Kühlgeräten. Bush Energie GmbH, November 2012.
•    Direct Global Warming Potentials (Table 2.14), IPCC Fourth Assessment Report: Climate Change 2007: Working Group I: The Physical Science Basis.
Normen und Labels
•    Europäisches Komitee für Normung CEN. (Search standards > 'EN ISO 23953', Catalogue und Technical programme auswählen)
Programme zu Gewerbe-Kühlgeräten in Europa:
•    Enhanced Capital Allowance Scheme: Produktlisten für 'Commercial Service Cabinets' und 'Refrigerated Display Cabinets' (Energy Technology List ETL).
Energieetikette und Ökodesign / Umweltgerechte Gestaltung:
•    env-ngo.eup-network.de: Übersicht und wichtige Dokumente sowie Positionspapiere der NGOs.
•    Ecodesign Preparatory Study TREN Lot 12 - Commercial Refrigerators and Freezers.
Letzte Änderung: 05.12.2016

 

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