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30.05.2018

Gönnen Sie Ihrem Wäschetrockner eine Sommerpause

Je nach Effizienzklasse und Nutzungsverhalten kann der Wäschetrockner zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören.

Kann man nicht auf das Gerät verzichten, sollte die Trommel immer gut gefüllt sein – jedoch nicht überfüllt! Hat man den Vorteil die Wäsche im Haus oder noch besser im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon trocknen zu können, dankt es Ihnen die Stromrechnung

 

Achten Sie bei einer eventuellen Neuanschaffung auf die Energieklasse. A+ Geräte verbrauchen im Vergleich zu einer einfachen A-Klasse um die 20 % weniger Strom, die A++-Trockner 51 % und die A+++-Modelle 63 % weniger Energie!

Doch egal ob im Wäschetrockner, auf der Leine oder dem Wäscheständer – wichtig ist, dass die Textilien vorher so trocken wie möglich aus der Waschmaschine kommen. Wählen Sie dafür die maximale Schleuderdrehzahl Ihrer Maschine (beachten Sie jedoch dabei die Pflegehinweise auf den jeweiligen Waschetiketten!). Je trockner die Wäsche, desto weniger Energie verbraucht der Wäschetrockner und desto weniger Zeit benötigt Ihre Wäsche an der Leine zu trocknen.

Die Wäsche drinnen trocknen - Im Keller oder in der Wohnung?

Obwohl der Keller im Winter oft der geeignetste Ort zum Wäschetrocknen ist, können dort im Sommer bei falscher Belüftung die Textilien längere Zeit feucht bleiben. Denn an heißen Sommertagen ist die Luft draußen um ein vielfaches wärmer und daher feuchter als im kühlen Keller. Wenn sich diese feuchtwarme Luft im Keller abkühlt, gibt sie gleichzeitig einen Teil ihrer Feuchtigkeit in den Raum ab und kondensiert an den kälteren Wänden. Zusammen mit dem von der Wäsche verdunsteten Wasser entsteht ein dementsprechend feuchtes Klima, das nicht nur das Wäschetrocknen erschwert sondern auch die Bildung von Schimmelpilz begünstigen kann. Daher ist im Keller das Lüften an heißen Tagen und bei schwülem Wetter abzuraten, da sonst feuchtes Raumklima vorprogrammiert ist. Können Sie dennoch die Wäsche nur im Keller trocknen, lüften Sie ihn nur nachts, wenn die Außentemperatur etwas kälter ist. Luftentfeuchter oder Abluft-Wärmepumpen können Abhilfe schaffen.

Wenn Sie die Wäsche in Ihrer Wohnung trocknen, sorgen Sie für ausreichend frische Luft, um Schimmelbildung zu vermeiden. Denn die warme Wohnungsluft nimmt die abgegebene Feuchtigkeit der Wäsche auf, was logischerweise auch den Luftfeuchtigkeitsgehalt in den Zimmern steigen lässt und zu Kondensation an Wänden und Fensterscheiben führen kann. Halten Sie die Tür des Raumes, in dem die Wäsche trocknet, geschlossen, um die feuchte Luft nicht in weitere Räume zirkulieren zu lassen. Achten Sie dabei darauf, dass die feuchte Luft mit regelmäßigem Stoßlüften nach draußen befördert wird, um Schimmelbefall zu vermeiden – so können Sie Ihre Wäsche unbedenklich in der Wohnung trocknen.

Die beste und umweltschonendste Methode, Ihre Wäsche zu trocknen, ist an der frischen Luft, also auf der Terrasse, im Garten oder dem Balkon.

Besonders im Sommer verleiht frische Luft der Wäsche einen frischen Duft. Bedenken gibt es lediglich, wenn jemand unter einer Pollenallergie leidet. Dann sollte die Wäsche besser im Haus getrocknet werden. Bei niederschlagsfreiem Wetter und niedriger Luftfeuchtigkeit kann man natürlich auch außerhalb der warmen Sommermonate die Wäsche draußen trocknen. Wäscheklammern nicht vergessen. Besonders eine leichte Brise ist ideal zum Wäschetrocknen. So werden Knitter rausgewedelt, die Wäsche wird flauschiger und das Bügeln wiederum etwas erleichtert.

Richtiges Aufhängen spart Zeit und Bügeln.

Die Textilien sollten, soweit der Platz reicht, nicht zu nah nebeneinander aufgehängt werden. Je mehr Platz die einzelnen Wäschestücke auf der Leine haben, desto schneller können sie trocknen. Schütteln Sie die Kleidungsstücke gut aus und ziehen Sie sie in Form, bevor sie aufhängt werden. Auf diese Weise lockern Sie die Fasern und ersparen sich später viel Zeit und Strom beim Bügeln.

Shirts werden quasi „kopfüber“ mit dem Bund etwas über die Leine gelegt und seitlich mit Klammern fixiert, auch Röcke, Hosen und Shorts werden am Bund aufgehängt und mit Klammern befestigt. Jacken, Hemden, Blusen oder Kleider hängen Sie am besten auf einen Bügel aus Kunststoff. Nasse, schwere Strickwaren aus Wolle trocknen am besten liegend.

Wäscheständer oder Leine?

Ein mobiler kleiner Wäscheständer ist schnell aus- und eingeklappt, passt auch meistens auf einen kleinen Balkon, und sollte es doch plötzlich regnen, so kann er ins Trockene geholt werden. Wer einen Garten besitzt, wo eine Wäschespinne aufgestellt oder eine Leine zwischen Bäumen gespannt werden kann, hat die Möglichkeit, die Wäsche großzügiger auseinander hängen zu können. In der Nähe von Bäumen sollte man jedoch auch auf Blütenstaub achten. Auch Ecken, in denen andere Partikel aufgewirbelt werden können, sollte man vermeiden (wie z.B. in Straßennähe). Ein überdeckter Platz, wie der eines Pavillons, schützt vor unerwartetem Regen, der Wind kann daran entlang blasen und die Wäsche hat genügend Platz zum hin und her wedeln.

Achten Sie auf die Sonneneinstrahlung!

Manche Textilien können bei längerer Sonneneinstrahlung die Farbe verändern (vergilben oder verblassen). Bietet sich kein schattiger Ort, können Sie den Wäscheständer notfalls mit einem Sonnenschirm beschatten. Trocknet die Wäsche in der Sonne zudem zu schnell, kann sie härter werden, da die Fasern nicht ausreichend durch die Luft bewegt und gelockert wurden. Schlimmstenfalls enthält Ihr Waschmittel optische Aufheller, die im Zusammenspiel mit der UV-Strahlung Flecken verursachen können. Drehen Sie die Kleidungsstücke und Wäscheteile zum Trocknen am besten auf der links gedrehten Seite. So trocknen UV- und lichtempfindliche Teile am sichersten.